Alternative Autos
 

Erdgas, Autogas, Biogas


Die Entwicklung des Erdgas-betriebenen Autos begann vor ungefähr 150 Jahren, ist aber erst heute ausgereift genug für eine Serienfertigung.
Erdgas statt Benzin strömt durch die Einspritzdüsen eines konventionellen Motors und wird in den Zylindern verbrannt. Namhafte Hersteller wie Opel, Volvo, Ford und Fiat haben diese Technologie bereits in einigen Modellen umgesetzt. Mit diesen Wagen kann man als umweltfreundlicher geltendes Erdgas tanken, das zudem deutlich billiger ist als Benzin.
Gasantriebe sind jedoch nicht alle gleich. Es gibt drei Ansätze dazu:
die mit Erdgas betriebenen CNG-Fahrzeuge (Compressed Natural Gas), solche mit flüssigem Autogas (Liquid Petrol Gas) und schließlich die, die mit Biogas fahren.

Erdgas


Erdgas tankenBei CNG handelt es sich um hochkomprimiertes Erdgas, also zu 99% um Methan. Es verbrennt sehr viel schadstoffärmer als herkömmlicher Kraftstoff und gilt deswegen als umweltfreundlicher - so werden ca. 24% weniger Kohlendioxid von erdgasbetriebenen Fahrzeugen ausgestoßen, auch die gerade im Sommer für bodennahes Ozon verantwortlichen Kohlenwasserstoffe und Stickoxide sind weniger. Schwefeldioxide und Ruß sind kaum nachweisbar. Auch unter dem Sicherheitsaspekt ist Erdgas eine gute Alternative - bei einer Leckage im Treibstoffsystem verflüchtigt es sich einfach. Erdgas ist das in Deutschland am meisten genutzte Gas für den Fahrzeugantrieb.

Autogas


Flüssiggas besteht aus Propan und Butan, das sich unter dem relativ geringen Druck von 20bar verflüssigen läßt - es ist in Deutschland wenig verbreitet, mehr in den Niederlanden und in Frankreich. Auch wenn es in der Verbrennung effektiv ist, stellt sein spezifisches Gewicht doch ein Problem dar: da es schwerer als Luft ist, sammelt es sich, wenn es versehentlich austritt, in Form eines hochexplosiven "Sees" am Boden.

Biogas


Biogas entspricht in der Zusammensetzung dem Erdgas und kann auch von den gleichen Fahrzeugen genutzt werden. Attraktiv ist seine Umweltbilanz: da bei der Verbrennung genau soviel CO2 freigesetzt wird, wie bei der Herstellung aus der Luft entnommen wurde, belastet es - anders als bei den fossilen Brennstoffen - die Atmosphäre nicht zusätzlich mit dem Treibhausgas. Die Schweiz und Schweden haben vermehrt auf Biogas gesetzt.